Gewaltfreie Kommunikation und Politikwissenschaft

Über viele Jahre hätte ich die Frage, ob GFK und Politikwissenschaft irgendeine relevante Schnittmenge aufweisen, mit "Nein" beantwortet. Der argumentative Modus der akademischen Welt kennt weder Gefühle noch Bedürfnisse und thematisch werden Emotionen im Politischen meistens als Störungen verstanden, die das einwandfreie Funktionieren demokratischer Institutionen untergraben. Heutzutage oftmals im Zusammenhang mit dem Phänomen des erstarkenden Rechtspopulismus.

 

Erst gegen Ende meines Studiums habe ich erfahren, dass dieses Primat der Vernunft über das Gefühl keineswegs so unumstritten ist, wie es mir lange erschien. Seit den siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts arbeiten zahlreiche Forscher*innen aus dem Bereich der Emotionensphilosophie daran, die strikte Trennung zwischen Rationaliät und Emotionalität zu überwinden. Robert Solomon, Martha Nussbaum, Robert C. Roberts und Ronald de Sousa sind hier einige Vertreter. In den letzten zwanzig Jahren, teilweise vermittelt über die Bedeutung von Emotionen für die Ethik, gewinnt diese Einsicht auch in Teilen der Politikwissenschaft an Boden. Cheryl Hall, Sharon Krause und Michael Morrell

 

 

"Ich denke, das Ziel im Leben ist nicht, immer glücklich zu sein, sondern all unser Lachen zu lachen und all unsere Tränen zu weinen."

Marshall B. Rosenberg

Druckversion Druckversion | Sitemap
© einfühlsam lebendig